Neues Penny-Konzept in Tschechien, das einem traditionellen Wochenmarkt nachempfunden ist

Rewe mit großer Penny-Offensive in Osteuropa. Rekordergebnis in Tschechien, 400 Märkte als Ziel bis 2020

Penny in Osteuropa

  • Plus acht Prozent in Tschechien
  • 220 Märkte in Ungarn
  • „Mega“-Wachstum in Rumänien

Die Rewe läutet mit ihrem Diskonter Penny eine neue Runde im Vormarsch in Osteuropa ein. So soll das Filialnetz in Ungarn modernisiert werden. In Ungarn betreibt Penny derzeit 220 Märkte und kommt auf einen höheren einstelligen Marktanteil. Marktführer sind in Ungarn Tesco, Coop, Spar und CBA. Nach dem Verkauf einiger Billa-Märkte im Jahre 2002 ist Penny der einzige Rewe-Vertreter in Ungarn. Großer Penny-Aufbauer war in den 90-er-Jahren Rainer Exel mit einem riesigen Logistik-Zentrum in Alsonemedi südlich von Budapest sowie 100 Filialen in fünf Jahren.

In Rumänien zählt Penny mit 235 Märkten hinter den Marktleadern Metro, Kaufland und Carrefour zu den Top 7. Rumänien erwies sich 2018 als ausgezeichnetes Pflaster für die Rewe. Mehr noch. Es war das stärkste Wachstumsland bei Penny mit einem Umsatz-Plus von 14,6 Prozent.

Riesen-Plus. Hoch oben auf der Erfolgswelle schwimmt Penny auch in Tschechien. Der Umsatz stieg 2018 gegenüber dem Vorjahr um fast acht Prozent auf 1,68 Milliarden Euro, und das Ergebnis nach Steuern kletterte gegenüber 2017 um mehr als zwölf Millionen Euro auf fast 35 Millionen Euro. 380 Geschäfte bestehen in Tschechien mit einem Durchschnitts-Umsatz pro Filiale von 4,4 Millionen Euro.
Vor wenigen Tagen bewertete Martin Peffek, CEO des Unternehmens, den Umsatz und Ertrag als Rekordmarke. Im vergangenen Jahr hat die Kette zwischen Brünn und Pilsen sieben Geschäfte eröffnet, in diesem Jahr sollen es weitere zehn sein. Ehrgeiziges Ziel: Bis 2020 soll Penny in Tschechien die 400-er Marke erreichen.
Bis zu 70 Prozent der Produktpalette stammen laut Peffek aus der Tschechischen Republik. Ihm zufolge wirkten sich die Eigenmarken von Penny Market auch positiv auf das wirtschaftliche Ergebnis aus und machen mehr als 21 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Positiv ausgewirkt hat sich bei einigen neuen Filialen auch ein neuartiges Konzept, das einem traditionellen Wochenmarkt empfunden ist.

In Tschechien ist Rewe hinter Lidl/Kaufland mit rund 15 Prozent Marktanteil eine starke Nummer zwei. Allein Billa schraubte im Vorjahr die Umsätze mit seinen 225 Filialen und knapp 100 Tankstellen-Shops um starke 9 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro in die Höhe.

Penny International. In den Ländern Italien, Österreich (früher: Mondo), Ungarn, Rumänien und Tschechien erwirtschaftete Penny International 2018 mit 1.500 Märkten (+39) ein Umsatzplus von 7,5 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Die Anzahl der Märkte stieg um 2,7 Prozent auf 1.505. In Österreich steigerte Penny 2018 den Umsatz mit 300 Märkten um 2,5 Prozent. Durchschnittlicher Umsatz pro Filiale und Jahr: 3,2 Millionen Euro.

In Deutschland betreibt Penny 2.200 Märkte. Der Umsatz beträgt 7,6 Milliarden Euro, pro Filiale und Jahr sind das 3,5 Millionen Euro. 2018 betrug das Umsatz-Plus 3,1 Prozent. Treiber dieser positiven Entwicklung waren die konsequente Positionierung von Penny als Discounter in der Nachbarschaft, der Ausbau des Bio- und Convenience-Sortiments sowie die Einführung von Payback.

Aneta Zeunerova, Gregor Schuhmayer