v.l.n.r.: Adeg Wolfsberg-Vertriebs-Chef Mag. Werner Ellersdorfer, Adeg-Vertriebschefin ­Elisabeth Fantic-Jantschgi, Adeg Wolfsberg-GF Arno Riedl und Vorstands-Obmann Mag. Wolfgang Jäger

Euco-Center steht: Kärntner Adeg unter Volldampf

Adeg Wolfsberg eröffnet Euco-Center

  • Adeg Wolfsberg arbeitet zwei Mega-Projekte mit einem Invest von rund vier Millionen Euro ab

Mächtige Vorwärts-Strategie der Adeg Wolfsberg. Die Kärntner Genossenschaft zieht ihr Umbau-Tempo wuchtig durch. „Wir wollen heuer rund vier Millionen Euro in unsere Flotte investieren“, so Neo-Geschäftsführer Arno Riedl gegenüber REGAL.

AGM Wolfsberg. Im Mittelpunkt: Zwei Mega-Projekte mit je rund zwei Millionen Euro Invest. Beide Kapitel wurden im Blitz-Tempo realisiert. Der AGM Wolfsberg ist nach einer dreimonatigen Bauzeit wieder am Netz. „Wir hatten aufgrund unseres Umzugs in den Keller nur geringe Umsatzeinbußen von sechs Prozent und sind mittlerweile wieder voll auf Kurs.“ Auf 2.000 m2 Verkaufsfläche kommt der AGM Wolfsberg auf einen Jahresumsatz von sieben Millionen Euro.

Euco-Center Umbau realisiert. Auch die Euco-Center-Adaptierung im Herzen der Bezirkshauptstadt wurde nunmehr erfolgreich abgearbeitet. Der erste Bauschritt – das Refurbishment des Adeg-Marktes – ist abgeschlossen. „Wir haben für diese Umstellung mehr als 800.000 Euro bereitgestellt“, so Riedl. Die Gestaltung der Außenbereiche, des Restaurants und des Werbeauftritts werden ab sofort in Angriff genommen. Ein Step, der mit einigen 100.000 Euro Invest verbunden ist. „Wir wollten es Schritt für Schritt erledigen.“

1.300 m2 Verkaufsfläche. Die wichtigste Etappe ist erreicht. Denn: Auf der 1.300 m2 Verkaufsfläche blieb kein Stein auf dem anderen. „Wir haben das neue Adeg-Konzept realisiert, Anleihen bei einigen selbstständigen Kaufleuten genommen und unsere eigene Vorstellung hineinverpackt. Da denke ich etwa an unsere sieben eigens konzipierten Kühlinseln“, so Vertriebs-Chef Mag. Werner Ellersdorfer.

Vier Welten. Das Ergebnis: Adeg Wolfsberg fährt aktuell mit vier Welten. Im Entree: Der Markt-Platz. Eine abgegrenzte Obst- und Gemüse-Abteilung mit jetzt knapp 150 m2 Verkaufsfläche. „Wir haben dieses Herzstück praktisch als Shop-in-Shop-System konzipiert. Die Kunden sollen förmlich in das Geschäft gezogen werden.“

Küche. Danach anschließend: Die Küchen-Welt. Dabei fassen die Wolfsberger die Mopro-Abteilung, die TK-Abteilung, Feinkost und ­Regionalität zusammen. „Wir haben die Feinkost-Linie um vier Regal-Meter vergrößert und einen 100 m2 großen Regionalitäts-Platz aufgestellt.“ Dabei bieten die Kärntner über 1.000 Produkte aus der Umgebung an.

Wohnen. Die dritte Welt: Wohnen. „Hier haben wir einige Abteilungen durch spezielle Regal-Stellungen so konzipiert, als würden wir eigene Spezial-Geschäfte in diesen Segmenten betreiben.“ Das sei für die Themen Getränke, Süßwaren sowie Wasch/Putz/Reinigung passiert. „Wir können sogar den Eindruck vermitteln, als würden wir einen eigenen Mini-Drogeriemarkt betreiben“, so Ellersdorfer. Ein weiterer Aspekt: Die Tiernahrung wurde vom Lebensmittel-Bereich abgesetzt.

Kasse. Die vierte Welt: Der Kassen-Bereich. Hier fährt die Adeg Wolfsberg mit einem speziellen Non Food II-Konzept vor. „Wir haben hier die Breite weggenommen, sind wesentlich spezieller und Marken-orientierter geworden.“

Produkte. Insgesamt wurden um zehn Prozent mehr Artikel in den Markt aufgenommen. Unter dem Strich bietet die Adeg Wolfsberg zwischen 15.000 und 18.000 Artikel an. Das Ziel: „Wir wollen in einem vollen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von mehr als sieben Prozent generieren.“

Neue Projekte. Neben der AGM Wolfsberg und dem Euco-Center planen die Kärntner keine großen Vorhaben. „Für 2020 sind wir aber an zwei, drei neuen Standorten dran.“

Aktuelle Entwicklung. Im aktuellen Geschäftsjahr bleibt die Adeg Wolfsberg auf Kurs. „Trotz unserer großen Umbau-Tätigkeiten liegen wir bei plus minus Null“, so Riedl. Im zweiten Halbjahr wollen die Kärntner vollends in den schwarzen Bereich vordringen. 2018 ging die Wolfsberger Kleeblatt-Flotte mit einem Plus von 2,8 Prozent ins Ziel. 17 Eigen-Filialen waren am Netz, sieben Kaufleute angeschlossen. Dazu wurden insgesamt rund 20 Lieferstellen angefahren. Insgesamt beträgt die bespielte Verkaufsfläche mittlerweile alleine bei den Filialen (ohne Euco-Center) 7.400 m2. Die Flächen der Kaufleute pendelten sich zuletzt bei 2.900 m2 ein.

Herbert Schneeweiß